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Zum dritten Mal schon sind wir zu unserer Freude mit dem Bildungsprojekt in Ruanda in die Broschüre des 2%-Appells aufgenommen worden, die vom Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrum der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) alle 2-3 Jahre herausgegeben wird. In ihr werden sowohl aktuelle, wie z.B. Nothilfe-Projekte, als auch bewährte Dauer-Projekte vorgestellt.

Wir sind sehr dankbar, daß unser Projekt wieder vertreten ist, denn Bildung von Kindern und Jugendlichen ist nun einmal kein zeitlich begrenztes Erfordernis.

Die Corona-Pandemie hat die Situation in Ruanda verschärft, so daß wir uns im Jahr 2020 genötigt sahen, zusätzlich zu den regulären Ausgaben insgesamt rund 6000 Euro Nahrungsmittelhilfe für unsere Patenkinder und ihre Familien zu leisten, da die Eltern unserer Patenkinder entweder (überwiegend) Tagelöhner oder Arbeiter im Niedrigstlohn-Sektor sind. Und auch im Jahr 2021 mußten wir etlichen Familien mit der gleichen Nothilfe mit 1850 Euro unter die Arme greifen. Anderenfalls wären, laut unserer Mitarbeiterin in Ruanda, einige unserer Patenkinder schlichtweg verhungert…
Die Spenden aus dem 2%-Appell haben wesentlich dazu beigetragen, daß wir diese Sonderausgaben tätigen konnten!

Wir danken allen kirchlichen Institutionen und Kirchengemeinden, die uns in den zurückliegenden Jahren mit Spenden aus diesem Appell bedacht haben!
Sie haben uns sehr geholfen, die Rahmenbedingungen für unser Bildungsprojekt in Ruanda abzusichern!

Doch das Anliegen unseres Projekts ist nach wie vor brandaktuell!

Deshalb bitten wir die Kirchengemeinden und kirchlichen Institutionen auch weiterhin um ihre Unterstützung der Bildung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen!
Dadurch wird nicht nur das Leben der Begünstigten verbessert, sondern auch deren Familien und der ganzen Gesellschaft.
Eine gute Bildung wirkt sich schließlich auch auf die Entwicklung des Heimatlandes aus und sichert somit gute Rahmenbedingungen für ein auskömmliches Leben der Menschen. Damit tragen wir zur Bekämpfung von Fluchtursachen und zu einem friedlicheren und gerechteren Leben auf der einen Welt bei.

Hintergrund:
Seit der Vollversammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen im Jahr 1968 in Uppsala gibt es den sogenannten 2%-Appell der Kirchen.
Hintergrund war und ist die Not und sind die Entwicklungsunterschiede in vielen Ländern der Erde. Die Vollversammlung rief deshalb die Kirchen auf, zwei Prozent ihrer regelmäßigen Einnahmen für Entwicklungsaufgaben zur Verfügung zu stellen.

Im Jahr 1985 schloss sich die Synode der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen dem 2%-Appell an. Landeskirche, Kirchenkreise und Kirchengemeinden richteten Fonds für ökumenische Solidarität ein. Seit 2009 werden in der gesamten Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland 2 %-Mittel für ökumenische Solidarität bereitgestellt.
Der 2 %-Appell bietet die Gelegenheit, unserem Dank und unserer Verantwortung eine besondere Form zu geben.